Swisscom Insurance: 5 Versicherungsprodukte in 8 Monaten live

Aufbau eines neuen Geschäftsfelds von der Idee bis zum Launch – UX für Landingpages, Bestellstrecken, Dokumente, App und Analytics. Fünf Produkte in acht Monaten, Conversion bis 3 %.

Produktlaunch

Produktlaunch

Produktlaunch

Content-Strategie

Content-Strategie

Content-Strategie

E-Commerce

E-Commerce

E-Commerce

Prototyping

Prototyping

Prototyping

Ergebnisse

  • 5 Versicherungsprodukte live in 8 Monaten: Branchenüblich sind rund zwei Jahre pro Produkt.

  • Conversion Rate bis 3 %: Gegenüber durchschnittlich 0,5 % im Telco-Umfeld.

  • Durchgängige Journeys: Vertrieb, Onboarding und After-Sales über alle fünf Produkte hinweg abgestimmt.

  • Markt-Insights als Nebenprodukt: Belastbare Erkenntnisse zu Bedarf und Preisakzeptanz für die Skalierung.

JAHR

2024

MEINE ROLLE

UX/UI Designer, UX Writer, Process Designer, Researcher, Designkoordination, Lehrlingsausbildner

TEAM

Business Analyst

Brand Manager

Data Analysten

Content Manager/Publisher

Front End Entwickler

Produkt Manager

Marketing Manager

TOOLS

Figma

Testing Time

FigJam

Adobe Photoshop

Adobe Illustrator

Adobe Experience Manager

Adobe Analytics

METHODEN

SEO-Analyse

Co-Creation Sessions

UX Writing

Prototyping

Wettbewerbsanalyse

Workshop-Moderation

Situation

Aus über 80 geprüften Geschäftsideen wurde eine: Swisscom geht in den Versicherungsmarkt. Ich verantwortete die komplette User Experience – von Landingpage und Bestellprozess über E-Mails, Versicherungsdokumente und App-Integration bis zu Dashboards und Analytics.


  • Neues Geschäftsfeld: Einstieg in den Versicherungsmarkt als gebundener Vermittler.

  • Bestehende Kundenbasis als Hebel: Cross-Selling an Telco-Kund:innen über digitale Kanäle.

  • Partner-Ökosystem: Mehrere etablierte Versicherer als Produktgeber – jeder mit eigenen Systemen und Regeln.

  • End-to-End-UX in meiner Hand: Eine Journey über alle Touchpoints, nicht fünf Insellösungen.

Herausforderung

Ein internes Startup ohne Startup-Struktur: hohes Tempo, kaum Projektmanagement, viel Erfahrung, die erst noch aufgebaut werden musste.


  • Ad-hoc-Organisation: Entscheidungen fielen spontan, Zuständigkeiten waren selten schriftlich.

  • Technische Komplexität: Systeme und Schnittstellen mehrerer Partner mussten zu einer Strecke werden.

  • Regulatorik ohne UX-Rabatt: Compliance-Vorgaben einhalten, ohne die Abschlussstrecke zu verlängern.

  • Hoher Koordinationsaufwand: Interne und externe Beteiligte mit unterschiedlichem Digitalverständnis.

Lösung

Pragmatische Zusammenarbeit statt Prozessdebatte – in wenigen Monaten stand ein funktionierendes digitales Versicherungsangebot.


  • Entscheidungen in Coworking-Sessions: Intensive Arbeitsformate statt Feedbackschleifen per Mail.

  • Eigenverantwortung im Team: Aufgaben wurden dort übernommen, wo Kompetenz saß – nicht dort, wo die Rolle stand.

  • Minimale Journeys: Fokus auf schnelle, vertrauenswürdige Abschlüsse mit so wenig Schritten wie möglich.

  • Prozesse End-to-End gebaut: Von der Akquise über den Abschluss bis zur Betreuung im After-Sales.

Learnings

Inhaltlich das spannendste Projekt meiner Swisscom-Zeit – und das, aus dem ich am meisten über Führung gelernt habe.


  • Struktur ist Teil meiner Rolle: Wenn Projektmanagement fehlt, warte ich nicht darauf. Ich baue die Ablaufstruktur selbst und mache sie verbindlich.

  • Scope schriftlich, früh: Verantwortlichkeiten und Umfang kläre ich heute am Anfang – nicht, wenn die Belastung sichtbar wird.

  • Last verteilen ist Führungsarbeit: Ein Team, das auf zwei Schultern läuft, ist ein Risiko für das Projekt, nicht nur für die Personen.

  • Coworking als Beschleuniger: Strukturierte gemeinsame Sessions ersetzen Wochen an Abstimmung – das setze ich seitdem gezielt ein.

  • Tempo entsteht durch Vertrauen: Klare Mandate haben in diesem Projekt mehr bewirkt als jede zusätzliche Abstimmungsrunde.

Designs

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